Männerarbeit im Kirchenkreis weiter aktiv

In den letzten Jahren erfuhr die Männerarbeit des Ev. Kirchenkreises Altenkirchen um den Synodalen Männerbeauftragten, Thorsten Bienemann aus Daaden, stetig wachsenden Zuspruch. Noch im vergangenen Jahr besuchten rund 2.300 Teilnehmer die vielfältigen Veranstaltungsangebote und machten die heimische Männerarbeit damit ungeahnt erfolgreich. Nach der Auszeichnung mit dem Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland folgte die Nominierung für die Verleihung des Deutschen Ehrenamtspreises in Berlin. „Dieses Jahr sieht das allerdings ganz anders aus“ so Bienemann.

 

Nach dem bedingt durch die Pandemie alle Veranstaltungen bislang abgesagt wurden, schlagen 2020 gerade einmal 35 Teilnehmer zu buche. Und die besuchten am Jahresanfang das letzte Männerfrühstück. Zuletzt wurde der für Oktober geplante Pilgertag abgesagt, bei dem eigentlich Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet wurden. „Die Gesundheit, die Sicherheit und der Schutz unserer Teilnehmer stehen für uns an erster Stelle“ so Bienemann. „

 

Wenn eine Gefährdung nicht ausgeschlossen und eine Veranstaltung nicht sicher durchgeführt werden kann, muss sie ausfallen“. Dies gilt auch für Veranstaltungen, die in Kooperation mit anderen Anbietern durchgeführt werden, wie z. B. der Männerarbeit in Sachsen. Bereits seit einigen Jahren ist die Männerarbeit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kooperationspartner und man steht in regem Austausch. In einem ersten Wiederaufnehmen der Programme finden in Sachsen nun erstmals wieder Veranstaltungen statt. Am 13. November trifft man sich so zum Beispiel mit Prof. Rüdiger Gebhardt, Rektor der CVJM-Hochschule Kassel, im Glashaus der Strobel-Mühle in Pockau, um einmal zu hinterfragen, was eigentlich „echte Männerthemen“ sind. Das alles unterhaltsam, humorvoll und sachgerecht aus Sicht des christlichen Glaubens. Thorsten Bienemann erhielt ebenfalls eine Einladung und freut sich über den anhaltenden Austausch. „Für die Veranstaltungen gelten die Hygiene- und Coronaschutz-Vorschriften der Veranstalter vor Ort. Für die heimische Männerarbeit warten wir die aktuellen Entwicklungen mit derzeit steigenden Fallzahlen erst einmal ab, um abschätzen zu können, wann wir mit unserem Programm sicher wieder beginnen können.“ so Bienemann. Ungebrochen ist das Interesse der Männer jedoch weiterhin. „

 

Lediglich der Schwerpunkt hat sich ein wenig verlagert. Neben zahlreichen Telefonaten und Emails haben wir z. B. Einkaufsdienste organisiert oder Besorgungen erledigt, wenn jemand eingeschränkt ist und das Haus nicht verlassen kann. Wir haben ein offenes Ohr und sind ansprechbar für viele Themen, die die Männer im Gespräch äußern möchten, denn Probleme und Krisen können uns in jeder Lebensphase treffen. Viele Ereignisse bringen uns Menschen oft an unsere Grenzen und dann kann ein Gespräch helfen, die Gedanken zu sortieren, neue Wege zu erkennen, oder es ermöglicht, sich die Sorgen einfach mal von der Seele zu reden. Auch dafür ist Männerarbeit da und diese Form der Hilfe wird auch zukünftig bestehen bleiben.“ Auch eine weitere Spendenaktion für die Essener Bahnhofsmission wurde organisiert, der Fokus liegt dabei auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Ihren Lebensmittelpunkt rund um den Essener Hauptbahnhof finden. Die Zusammenarbeit mit der Bahnhofsmission entstand anlässlich einer Kaffee-Spendenaktion, bei der im Kreis Altenkirchen zu Jahresbeginn rund eine halbe Tonne Kaffee gesammelt wurde.